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Die Schwedenküche

Der Begriff „Schwedenküche“ bezeichnet eine Küche, in der alle Möbel standardisiert und aufeinander abgestimmt sind, sogar die Küchengeräte. Entwickelt wurde diese Form der Einbauküche bereits in den 1930ern, ein erster Standard wurde aber erst 1950 festgelegt. Gegen Ende der 90er, genauer gesagt 1997, wurde der schwedische Küchenstandard dann durch den als Europäische Norm bekannten Standard ersetzt.

Interessant ist auch, dass, obwohl in den 1920ern und 1930ern die Küche eindeutig das Revier der Frau waren, die Planung eben diese Küchen – zumindest was die Wohnungen in den Innenstädten angeht – in der Hand von Männern lag. Nur wenige Frauen hatten bei der Planung die Zügel in der Hand. In Schweden, dem Namensgeber der standardisierten Küche, gab es Anfang der 20er Jahre gerade einmal zwei Architektinnen. Eine von ihnen war die Architektin Sara Reuterskiöld. Für eine Ausstellung in Schweden fertigte sie 1924 die Skizze einer funktionalen Küche an. Vorbild für den Entwurf war die Idee einer Frankfurter Architektin, die ebenfalls einen Küche entworfen hatte.

Bei einer Ausstellung im schwedischen Stockholm wurden 1930 Konzepte und Entwürfe davon präsentiert, wie man sich die Küchen in der Zukunft vorstellte. Damals gingen die Architekten davon aus, dass ein bedeutender Teil der Küchenarbeit in der Zukunft bereits von der Industrie übernommen werden würde. Aus diesem Grund gestalteten sie die Küchen auch verhältnismäßig klein. Prinzipiell wurde erwartet, dass die Küche nur noch für das Erwärmen vorgefertigter Gerichte genutzt werden würde. An dieser Zukunftsvision übten aber vor allem die Hausfrauen harte Kritik. Aus diesen unterschiedlichen Meinungen entwickelte sich eine Debatte, die wiederum zu Studien zur Küchenarbeit und einer adäquaten Küchengestaltung führte.

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