Die Zitronenpresse
Eine Zitronenpresse gehört zu den simpelsten und ältesten Küchengeräten im Haushalt. Mit ihr presst man den Saft aus Zitronen oder anderen Zitrusfrüchten heraus. Das geht bei diesen kleinen Früchten zwar auch gut per Hand, effizienter ist es jedoch mit der kleinen Zitruspresse. Größere Zitrusfrüchte wie Pampelmusen und Grapefruits lassen sich generell besser mit einer Zitruspresse entsaften. Auch dieses Gerät basiert auf sehr alten Erfindungen.
Zitrusfrüchte eignen sich besonders gut zur Fruchtsaftgewinnung, weil sie extrem wasserhaltig sind. Das Fruchtfleisch ist von nur dünnen Häuten umgeben, die schon bei leichtem Druck auseinander platzen und den Saft freigeben. Vereinfacht lassen sich Zitronen auch gut auspressen, in dem man sie halbiert und per Hand ausdrückt. Bei anderen Zitrusfrüchten gelingt dies jedoch nur noch bedingt gut, aufgrund ihrer Größe oder einer härteren Schale.
Der Saft der Zitronen wird heute nahezu auf der ganzen Welt beim Kochen und Backen verwendet. Im späten Mittelalter baute man Zitronen zunächst in Südeuropa an, ab dem 16. Jahrhundert etwa auch in Deutschland. Davor nutzte man den Saft unreifer Trauben als Säuerungsmittel. Bis zum Aufkommen der Zitronenpresse dauerte es jedoch noch. Erst im 18. Jahrhundert kamen erste Modelle auf, sie arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Kartoffelpressen. Teilweise wurden vermutlich direkt solche verwendet. Seitdem sind zahlreiche Abwandlungen entwickelt worden. Mehrere hundert Patente wurden seit damals für moderne Zitronenpresse angemeldet.
Je nach Einsatzgebiet, in der heimischen Küche oder in der Gastronomie, haben sich verschiedene Typen entwickelt. Es existieren einfache Pressen, die immer noch einen gewissen Kraftaufwand benötigen bis hin zu vollständig elektrischen Pressen, die ohne Zutun auskommen.
